Archiv des Ökumeneausschusses im Rheinisch-Bergischen Kreis
   
Kirchenjahr 2011/12
450-jähriges Jubiläum der Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath

Motto: "Die Gottesgnad alleine"

   
Ein beachtliches Jubiläum feiert die Evangelische Kirchengemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath im Kirchenjahr 2011/12: Sie begeht ihren 450. Geburtstag.

Und da bei Geburtstagen gefeiert wird, beginnt der Veranstaltungsreigen im Advent 2011, um ein Jahr lang immer wieder neue Akzente zu setzen.

Das nebenstehende Jubiläums-Logo wurde aus dem Gemeinde-Logo entwickelt, indem die Jahreszahlen hinzugefügt wurden: sinnigerweise in alter und moderner Schrift.

   

Anlässlich des Jubiläums haben Martina Schönhals und Jürgen Layer folgenden Text verfasst:
    

„Fakt ist, dass Volberg eine ganz alte Gemeinde ist“
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath präsentiert Buch und Programm zum 450-jährigen Bestehen

Wenn Sie in diesen Tagen an einer der vier evangelischen Kirchen in Rösrath vorbeikommen, haben Sie wahrscheinlich die dortigen Werbebanner bemerkt. Sie weisen auf das Motto des Festjahres „450 Jahre Reformation in Volberg-Forsbach-Rösrath“ hin:

   
   

„Ob die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath tatsächlich vor genau 450 Jahren gegründet wurde, ist ungewiss“, räumte Norbert Lenke gleich zu Beginn ein.
Vor rund 70 Interessierten eröffnete der Presbyteriumsvorsitzende im Bürgerforum Bergischer Hof in Rösrath-Hoffnungsthal am 10. November 2011 die Präsentation von Jubiläumsbuch und -programm.
Mit Bedacht habe die Gemeinde diesen Termin gewählt: „Denn gewiss ist, dass Martin Luther heute vor 528 Jahren geboren wurde“, so Lenke. Die Gemeinde sei dem Geschichtsverein Rösrath sehr dankbar, dass er sich vor etwa anderthalb Jahren der Frage nach dem Ursprung der Gemeinde angenommen habe.

 

   

Jubiläumsbuch: Suche nach der Nadel im Heuhaufen
Das Ergebnis ist der 41. Band der Schriftenreihe des Geschichtsvereines, der als Titel das Jubiläums-Motto „Die Gottesgnad alleine“ übernommen hat.
Neben überarbeiteten bereits älteren Veröffentlichungen zum Gemeindeleben – unter anderem über die Fusion der drei Gemeinden 2007 bis hinaus ins Jahr 2012 – enthält das Werk auch einen ganz neuen Beitrag der Historikerin Gabriele Emrich. Ihr Auftrag, etwas Neues zu den Anfängen der Volberger Gemeinde herauszufinden, „war wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, verriet die Publizistin. Die Vermutung, Bergleute, die sich in der Nachbarschaft  niedergelassen hatten, hätten die Reformation nach Volberg gebracht, sei wissenschaftlich nicht nachweisbar. „Fakt ist, dass Volberg eine ganz alte Gemeinde ist.“  Mit einer nachgewiesenen Urkunde aus dem Jahre 1567 ist sie eine der ältesten evangelischen Gemeinden im Rheinland, die ohne Unterbrechung bis heute lutherisch ist.

„Das Buch spannt einen Bogen vom Beginn der Reformation bis heute“, sagte Robert Wagner.
Der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Schulleiter und katholischer Religionslehrer, unterstrich insbesondere das heutige friedliche Miteinander von katholischen und evangelischen Christen.
„Die Geschichte zeigt, dass das nicht immer so war.“

   

Jubiläumsprogramm: Frühschoppen und Nachtgebet
Neben dem mehr als 160 Seiten starken Band des Geschichtsvereins gelte es noch ein zweites Buch  vorzustellen, sagte Dr. Karlheinz Fallaschinski, Kirchmeister und Vorsitzender des gemeindlichen Festausschusses. Dieses zweite Buch umfasst zwar nur 60 Seiten, die jedoch rund 80 Veranstaltungen auflisten, mit theologischen, politischen, musikalischen und historischen Inhalten Veranstaltungen – vom Poetischen Nachtgebet und Protestantisch-Politischem Frühschoppen über Konzerte und Kabarett bis hin zu Führungen und besonderen Gottesdiensten.

Zu Beginn der Festwoche im Juni 2012 wird der ehemalige Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof in Ruhe Dr. Wolfgang Huber,  predigen. Mit Volberg verbinden ihn verwandtschaftliche Beziehungen. Eine Woche später hält der aktuelle EKD-Vorsitzende und Präses der Rheinischen Landeskirche, Nikolaus Schneider, die Predigt.

Mit dem Motto des Jubiläumsjahres „Die Gottesgnad alleine wolle die Gemeinde „Flagge zeigen“, erläuterte Dr. Karlheinz Fallaschinski. „Wir wollen zeigen, dass wir evangelisch sind und dass sich Menschen, die an Gott glauben und als Teil einer Gemeinde verstehen, etwas Gutes tun.“
Das Motto ist einem Kirchenlied entnommen, das in jedem  Jahr am Pfingstmontag während des Kirchweih-Gedenkgottesdienstes in der Volberger Kirche gesungen wird, weil dies die Stifterin des Kirchturms vor über 200 Jahren so verfügt hat.

Das Jubiläumsjahr beginnt offiziell mit dem neuen Kirchenjahr am Samstag vor dem Ersten Advent, 26. November 2011. Im Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche Volberg predigt Andrea Vogel, Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch. Anschließend gibt es einen Empfang im Bürgerforum „Bergischer Hof“.
Dr. Fallaschinski bat auch die Menschen in den Nachbargemeinden zu informieren, die sich gerne eingeladen fühlen sollen, die Veranstaltungen zu besuchen!

   

Was bekomme ich wo?
Das vollständige Programm sowie aktuelle Ergänzungen sind zu finden auf der Internetseite der Gemeinde:
www.evkirche-roesrath.de 

Das gedruckte Programmheft wird in der Gemeinde verteilt und liegt in den Kirchen und Gemeindeämtern in Rösrath aus.

Das  Buch des Geschichtsvereines (Band 41)  ist ebenfalls in den Gemeindeämtern sowie im Buchhandel vor Ort erhältlich.

   
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